Mikro- vs. Makrolage
Mikro- vs. Makrolage: Bedeutung und deren Einfluss auf den Marktwert
Die Unterscheidung zwischen Makrolage und Mikrolage spielt eine zentrale Rolle bei der Immobilienbewertung. Beide Faktoren beeinflussen den Wert einer Immobilie, jedoch auf unterschiedlichen Ebenen. Für Immobilieninvestor:innen, Käufer:innen und Entwickler:innen ist es entscheidend, sowohl die Makro- als auch die Mikrolage zu berücksichtigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Was ist die Makrolage?
Die Makrolage beschreibt das großräumige Umfeld einer Immobilie und bezieht sich auf regionale, wirtschaftliche und infrastrukturelle Gegebenheiten. Folgende Aspekte prägen die Makrolage einer Immobilie:
- Region: Stadt, Gemeinde oder Ballungsraum
- Wirtschaftliche Entwicklung: Wirtschaftliche Stabilität und Wachstum der Region
- Infrastruktur: Verkehrsanbindung (Autobahnen, Flughäfen, Bahnhöfe)
- Arbeitsmarkt: Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen und Branchendiversität
- Bildungs- und Kultureinrichtungen: Schulen, Universitäten, Museen
- Bevölkerungsentwicklung: Migrationstrends und Bevölkerungswachstum
Beispiel für eine gute Makrolage
Eine Immobilie in einer wirtschaftlich dynamischen Region mit einem starken Arbeitsmarkt, einer guten Verkehrsanbindung und einem vielfältigen Bildungs- und Kulturangebot weist eine attraktive Makrolage auf. Dies fördert eine steigende Nachfrage nach Immobilien und führt oft zu höheren Immobilienpreisen.
Was ist die Mikrolage?
Die Mikrolage bezieht sich auf das unmittelbare Umfeld der Immobilie. Hier spielen die spezifischen Gegebenheiten der direkten Umgebung eine zentrale Rolle:
- Nachbarschaft: Straßenbild und Qualität der Nachbarschaft
- Einkaufsmöglichkeiten: Nähe zu Geschäften und Supermärkten
- Öffentliche Verkehrsmittel: Erreichbarkeit von Bus, Straßenbahn und Zugverbindungen
- Schulen und Kindergärten: Bildungseinrichtungen im direkten Umfeld
- Freizeit- und Erholungsflächen: Parks, Spielplätze, Grünflächen
- Umweltfaktoren: Lärmbelastung, Luftqualität, Flächenwidmungspläne
Beispiel für eine weniger vorteilhafte Mikrolage
Eine zentral gelegene Wohnung, die nahe an einem großen Verkehrsknotenpunkt liegt, kann trotz einer hervorragenden Makrolage aufgrund von Lärmbelastung, schlechter Luftqualität und fehlenden Grünflächen eine weniger attraktive Mikrolage aufweisen. Diese Faktoren mindern die Wohnqualität und können den Immobilienwert negativ beeinflussen.
Zusammenspiel von Makro- und Mikrolage bei Immobilien
Beide Lagefaktoren – Makro- und Mikrolage – wirken zusammen und beeinflussen den Gesamtwert einer Immobilie. Eine gute Makrolage kann eine schwächere Mikrolage teilweise kompensieren und umgekehrt. Insbesondere bei Gewerbeimmobilien ist dies oft der Fall. So kann ein Gewerbegebiet am Stadtrand, trotz mangelnder Wohnqualität und Freizeitmöglichkeiten, durch eine hervorragende Verkehrsanbindung und niedrigere Grundstückspreise für Unternehmen besonders attraktiv sein.
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