Kerninflation vs. Inflation
Kerninflation vs. Inflation: Was ist der Unterschied?
Inflation beschreibt den kontinuierlichen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. In Österreich wird die Inflation üblicherweise durch den Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen, der die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs widerspiegelt. Dieser Warenkorb repräsentiert die typischen Konsumgewohnheiten der österreichischen Haushalte und umfasst Güter und Dienstleistungen wie Nahrungsmittel, Mieten, Energie, Kleidung, Verkehr sowie Freizeit- und Kulturangebote. Die Inflationsrate zeigt an, wie stark die Preise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind und wird als prozentuale Veränderung des Preisniveaus angegeben.
Die Kerninflation hingegen ist eine spezielle Form der Inflationsmessung, bei der besonders volatile, d. h. stark schwankende Preise, wie die für Energie (z. B. Benzin, Strom) und unverarbeitete Lebensmittel (z. B. Obst, Gemüse), aus dem Warenkorb ausgeschlossen werden. Diese Güter sind oft starken, kurzfristigen Preisschwankungen unterworfen, bedingt durch saisonale Veränderungen, Naturkatastrophen oder geopolitische Ereignisse.
Der wesentliche Unterschied zwischen der allgemeinen Inflation und der Kerninflation liegt darin, dass die Kerninflation die zugrundeliegenden Preistrends aufzeigt, die weniger anfällig für kurzfristige Schwankungen sind. Dadurch bietet sie ein stabileres Bild der langfristigen Preisentwicklung und der dahinterstehenden Inflationsdynamik. In Österreich wird die Kerninflation häufig zur Unterstützung politischer Entscheidungen herangezogen, da sie strukturelle Preisveränderungen in der Wirtschaft besser widerspiegelt und weniger durch externe Schocks verzerrt wird.
In unserem Produkt IMABIS kann im Statistik-Bereich die Inflationskurve angezeigt und im Zusammenhang mit der Preisentwicklung von Miet- und Kaufangebotspreisen betrachtet werden.